Review
22. Juli 2000. 9 Uhr. Regen. Dies kann doch allet nicht war sein. Eine super Vorbereitung. Alles schien perfekt. Nur Petrus wollte uns einen Strich durch unsere Rechnung machen. Unser Motto: Ignoranz gegenüber dem Regen. Wir werden es durchziehen. Egal mit welchem Wetter.
Die Bands waren engagiert. Die Karten zum größten Teil verkauft. Alles wie gehabt, so wie im letzten Jahr. Bühne klar machen, Stände aufbauen, Leute einweisen und und und. Countdown T -6 Stunden.
Unsere Motivation und Stimmung wurde zeitweise auf eine harte Probe gestellt. Schauerartige Zwischenfälle brachte die Arbeit teilweise zum Erliegen. Aber durch unsere unerschütterliche positive Einstellung zur ApoSkalypse konnten wir doch noch den Wettergott überzeugen, und auf unsere Seite ziehen.
Zumal bei dem Paket von hochkarätigen Bands: 15 Uhr. No rain anywhere. Die GinsengBonbons (Berlin) trockneten durch ihre phatten Ska-Rhythmen die Tanzfläche, welche ein Jahr lang auf ihre neue Herausforderung warten mußte.
Die zahlreichen Besucher ließen sich auch nicht lumpen und meldeten ihren Anspruch zu skunken an. NoBrain NoPain (Berlin/Skaterpunk) und die Wohlstandskinder (Hannover/Crossover) drehten die Verstärker auf und schrieeeen ihre Songs dem Publikum entgegen. Der Sonne blieb dies nicht verborgen und sie wollte wissen wat in Köpenick für schaue Mukke der Welt entgegenschallt. Die DJ´s Sister Baba & Mrs Melody (Berlin/Dub/Reggae/Ragga) und Metska (Berlin/Oldschool-Ska/Reggae) sorgten in den Umbaupausen für die richtige Stimmung vom Plattenteller. Internationale Küche, Artisten, Budenzauber und die lustig exotischen Cocktails vervollständigten die ausgelassene Stimmung.
Die stark angetrunkenen Surfpoeten laberten das Publikum mit ihren sehr eigenen Geschichten zu. Apart!
Für die beiden Hauptgigs Spitfire (St-Petersburg/Ska) und Eläkeläiset (Finnland/Humpa) sammelte man noch schleunigst Kraft, um bei den schnellen Rhythmen mithalten zu können. Da blieb keine Socke trocken.
Eläkeläiset spielte Humpa Humpa auf minimalistischem Equipment und hochprozentigem Wodka. Begleitet wurden die vier Jungs, die sich auf den weiten Weg nach Köpenick gemacht hatten durch eine Seilakrobatin, die ihre Kunststücke über der Bühne zum Besten gab.
Nach 8 Stunden edler Party zogen 1000 Besucher schweren Herzens von dannen. Nicht zu vergessen - Ras Meyer (Mother`s Pride) führte durch die vom Club Horn und interKÖrmet organisierte Sendung und vertröstete die Besucher auf die ApoSkalypse Vol.3.



